Kulturstandort Karlshorst

kulturelle und städtebauliche Erwartungen

• Karlshorst braucht ein urbanes / lebendiges Zentrum!
Dieses ist südlich und nördlich des Bahnhofes sowie beiderseits der Treskowallee wieder herzustellen. Gestaltungsschwerpunkte müssen dabei die nordöstlichen Plätze „Bahnhofsvorplatz“ und „Theatervorplatz“ sowie die in dem genannten Bereich noch verfügbaren Baugrundstücke sein.
Die Aufwertung des gegenüberliegenden Bereiches Treskowallee / Dönhoffstraße rundet das Zentrum sinnvoll ab.

 

• Der gegenwärtige Zentrumsbereich wurde und wird als Standort für Kultur genutzt, was so bleiben muss.    Karlshorst muss eine „Kulturadresse“ sein!
Dies gilt sowohl für das regionale Angebot für Karlshorst selbst wie auch für das überregionale Angebot in Lichtenberg und darüber hinaus. Deshalb sind die bereits vorhandenen Angebote zu erhalten und auszuweiten.

 

• Mit den vorhandenen Einrichtungen des Kulturhauses und des Theaters besitzt Karlshorst derzeit gute Voraussetzungen, obige Zielstellung zu erreichen.
Die weitsichtige städtebauliche und kulturelle Lösung der derzeit sehr unbefriedigenden Situation mit dem maroden Kulturhaus und dem geschlossenen Theater steht daher auf der Tagesordnung.
Weiterhin bieten leerstehende Läden in der Treskowallee die Chance, zusätzliche kulturelle Angebote aufzunehmen (z. B.: Galerien)

 

• Die in der Diskussion befindlichen Lösungsvarianten
– „Austausch des Kulturhauses durch Neubau“   oder die
– „Umnutzung des leer stehenden Theaters zum Kulturhaus“
erfüllen jeder für sich genommen nicht die o. g. Zielstellung.
Mit dem Neubau des Kulturhauses wird das Problem des geschlossenen Theaters nicht gelöst. Nur durch den Umzug der Kulturhausfunktionen in das Theatergebäude allein kann das Theater nicht erhalten werden. Der Umzug kann Teil einer Lösung sein, mehr auch nicht.

 

• Das Zentrum muss auch Bürgerzentrum sein und dies durch entsprechende Angebote / Dienstleistungen für die Bürger zum Ausdruck bringen.

 

• Zur Lösung der städtebaulichen / kulturellen Belange des Zentrums von Karlshorst fordert der Bürgerverein Konzepte, die auch für die nächsten Jahrzehnte Bestand haben und die die verschiedenen Aspekte und Akteure berücksichtigen.
Eine überhastete Konzentration auf eine schnelle Lösung verspielt die einmalige Gestaltungschance.

 

• Neben dem Zentrum um den Bahnhof muss auch das Deutsch – Russische Museum in seiner historischen und kulturellen Bedeutung unterstrichen und in Wechselwirkung in das Zentrum einbezogen werden.
Ebenso sollten die Karlshorster Hochschulen bei der Planung der Nutzungen nicht unberücksichtigt bleiben.

 

• Die Karlshorsterinnen und Karlshorster sind mit ihren Interessenvertretungen, Vereinen und Einrichtungen an der weiteren Entwicklung zu beteiligen.

24. Oktober 2007

Bürgerverein Berlin – Karlshorst e. V.,