Begrüßungsrede Georg Abel, Vorsitzender des Bürgervereins

Liebe Frau Emmrich, liebe Gäste, liebe Mitglieder,

ich freue mich, dass sie so zahlreich unserer Einladung gefolgt sind und mit uns heute das runde Jubiläum des Bürgervereins begehen. Da es gleich noch etwas zu essen gibt und angesichts der vielen Gäste möchte ich darauf verzichten, von hier aus einzelne Personen namentlich zu begrüßen. Aber natürlich freuen wir uns über die vielen Mitglieder und über die zahlreichen Vertreter aus Politik und Wirtschaft und natürlich aus den Karlshorster Organisationen und Einrichtungen. Seien Sie alle herzlich willkommen!

 

Manchem von Ihnen ist sicherlich aufgefallen, dass heute der 11. 11., also der Beginn der Karnevalszeit (der 5. Jahreszeit), ist. Karneval hat ein geringfügig längere Tradition als der Bürgerverein Karlshorst – Vorläufer des Karnevals gab es schon rund 5000 Jahren in Mesopotamien. Karneval hatte etwas mit Feiern zu tun – so gesehen ist der heutige Termin natürlich kein schlechtes Datum. Und zu Feiern gibt es heute etwas: 20 Jahre Bürgerverein!

Genau genommen sind wir sogar etwas älter als 20 Jahre. War doch das Gründungsdatum nicht der 11.11. sondern der 27.09.1990. Eine bewegten Zeit, auf die wir gleich noch genauer zurückblicken werden. Und einige Tage vor dem 3. Oktober 1990, der offiziellen deutschen Vereinigung.

Den eigentlichen Jubiläumstag, den 27. September 2010, haben wir vor einigen Wochen so begangen, wie es sich für einen Bürgerverein gehört – nämlich mit einer Bürgerversammlung rund um den Neubau des Kulturhauses.

So wie der Karneval auch eine politische Ebene hat – so gehört zur langjährigen Arbeit des Bürgervereins die Politik: In einer Zeit der Politikmüdigkeit und der Politikerverdrossenheit, in einer Zeit des Rückzugs ins Private wollen wir Menschen motivieren: Sich einzumischen, sich zu engagieren. Da, wo es überschaubarer ist als in der „großen“ Politik zugeht. Nämlich im Kiez, sozusagen vor der eigene Haustüre.

Deshalb liefern wir Informationen für Bürgerinnen und Bürger – bei Ortsterminen und Einwohnerversammlungen. Zu den unterschiedlichsten Themen wie Bauen und Verkehr, Kultur oder KITAs/Schulen. Mit fachkundiger Unterstützung nicht nur aus Politik und Verwaltung.

Informationen sind eine Voraussetzung für Transparenz politischer Entscheidungen: Frühzeitig und nicht erst, wenn Beschlüsse unumkehrbar erscheinen. Informationen sind auch die Voraussetzung für eigenes Engagement.

Der Bürgerverein bietet aber neben der Information noch weitere Möglichkeiten:
•    mitzuarbeiten, beispielsweise in dem seit Jahren durchgeführten Unternehmertreff
•    sich punktuell zu beteiligen wie dem jährlichen Putztag, den wir mit der Stadtteilmanagerin gemeinsam organisieren, oder sich
•    sich zu informieren auf den mehrmals jährlich stattfindenden Stadtrundgängen, die nicht nur ein Angebot für die Zuziehenden sind.

Und natürlich setzten wir uns ein. Unser Philosophie heißt dabei: Parteilich in der Sache, aber nicht parteipolitisch aktiv! Für die großen örtlichen Themen wie den Kulturstandort Karlshorst, die Realisierung der TVO oder für den Erhalt des Regionalbahnhofs. Für kleinere, aber wichtige Dinge in Karlshorst wie dem Fußgängerüberweg zur Straßenbahnhaltestelle Treskowallee in Höhe der Rheinsteinstraße. Manche Dinge – wie dieser Überweg – ließen sich schnell realisieren, manche wie der nordöstliche Zugang zum S-Bahn/Regionalbahnhof oder unser Wunsch nach einem Sportplatz dauer(t)en Jahre.

Hinter den vielfältigen Themen des Bürgervereins stecken seit 20 Jahren viel Zeit, viel Netzwerkarbeit und vor allem viel ehrenamtliches Engagement. In einer Zeit, in der viel über das Ehrenamt diskutiert wird, leben wir dieses. Und dies mit steigender Beteiligung!

Ich bin vorhin gefragt worden, was sich der Bürgerverein für die Zukunft wünschen: Die planerische Sicherheit für Sportplatz und TVO und natürlich die Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel für die Realisierung wären beispielsweise zwei politische Wünsche. Die noch bessere Vernetzung im Ortsteil wäre ein eher strategischer Wunsch. Und der ganz profane Wunsch wäre eine Unterstützung für die Herausgabe unserer Jubiläumsbroschüre.

Zum Schluss möchte ich mich bedanken:
•    bei Michael MERKEL/Saxophon und Torsten Hoffmann an den Tasten sowie dem Zimmertheater
•    bei den Einrichtungen, die uns seit vielen Jahren unterstützen wie HOWOGE und Bezirksamt
•    bei weiteren Sponsoren, die den heutigen Abend ermöglichen wie der LBS und dem Restaurant Mit-Mensch.

Ich wünsche uns allen einen schönen Abend und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.